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Über

Moin zusammen, ich bin die Shangi, 30 Jahre jung. Schreiben ist eine meiner vergessenen Leidenschaften, die ich versuche wieder für mich zu entdecken. Als Kind habe ich Biografien über mein allzulanges Leben verfasst, in der Hoffnung, eines Tages ein Buch zu veröffentlichen. Da dieses wahrscheinlich demnächst nicht geschehen wird und schon gar nicht mit meiner ach so spannenden Biografie, gebe ich mich voll und ganz mit einem Blog zufrieden. Ich habe das Gefühl viel mitteilen zu wollen, zu müssen... Ich möchte schreiben, schreiben über die Dinge, die mich beschäftigen. Mein Ziel ist es, dich und mich zu animieren über sich selbst nachzudenken, sich selbst zu reflektieren, sich besser kennenzulernen und die tiefsten Wurzeln einer selbst zu überprüfen, vielleicht auch rauszureißen ?! In dem Sinne

Alter: 32
 


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Wie wir vergaßen, respektvoll miteinander umzugehen

Neuer Ort, neue Zeit. Das sind manchmal die besten Voraussetzungen, sich selbst zu reflektieren und andere zu beobachten. So auch bei mir und ich wurde Zeuge von dem was um mich geschah und dabei stockte mir der Atem. Ich besuchte meine Tante in den Staaten- lange nicht gesehen aber vor allem kannte ich sie gar nicht richtig. Der erste Eindruck war wie erwartet, alle waren höflich, nett und zuvorkommend. Man beschnupperte sich gegenseitig, schaute sich in die Augen. All diese Sachen, die man augenscheinlich zu tun hat, wenn man sich wieder neu kennenlernt. Am nächsten Morgen war ich früh wach und all denjenigen, die Kinder haben, muss ich nichts erklären. Selbst wenn das Kind noch schläft, klingelte mein innerlicher Wecker aber ich beschloss mich noch im Bett zu wälzen und nichts zu tun - schließlich standen freie Tage an. Meine Tante und mein Onkel waren schon wach und man hörte sie in der Küche. Sie sprachen über alltägliches und was noch so ansteht, also all das war Paare nun mal besprechen, wenn man länger liiert ist. Ich weiß nicht mehr wann genau es mir wie Schuppen von den Augen fiel aber ich bin dankbar das es passiert ist. Mir fiel als erstes auf, dass der Tonus konstant gleich war. Keiner erhob die Stimme gegenüber dem anderen, es war eine fließende Konversation. Warum mir das auffiel? Scheinbar war es etwas Neues, bzw. etwas, was ich vergessen hatte. Es war nicht nur der eine Teil der beiden, der ruhig und respektvoll sprach, sondern beide. Sie sprachen aus, unterbrachen sich nicht, machten sich nie lustig über das Gesagte des anderen, stellten nicht immer alles in Frage, dachten über das Gesagte nach, selbst kleine Konversationen waren voller Empathie, nicht nur Sympathie. Diese Ruhe und Gelassenheit in den Gesprächen machten mir nach und nach bewusst, was ich verpasste, was ich vergaß. Wir denken oft, wir verstehen unseren Partner, harmonieren miteinander und die Wellenlänge stimmt, aber stimmt was wirklich ? Respektiere ich das Gesagte meines Partners oder weiß ich es unbewusst eh besser ?! Ich habe lange darüber nachgedacht und mir wurde bewusst, dass wir die Generation werden könnten, die vergisst respektvoll miteinander zu sprechen und umzugehen. Ich meine damit nicht, dass wir uns nicht beschimpfen oder desgleichen, Respekt geht weit darüber hinaus. Wenn jedes Gespräch unter dem Deckmantel "lustig" und oberflächlich läuft, wenn uns unsere Werte und Normen wichtiger sind als die unseres Partners, wenn wir uns nicht mehr miteinander beschäftigen können und uns offenbaren können mit all unseren Ängsten, Wünschen und Bedürfnissen, weil wir Angst haben nicht verstanden zu werden, wenn wir unseren Partner nicht dort abholen können, wo er scheinbar fest zu stecken scheint, wenn wir nicht nach einer Unterhaltung tief berührt und gleichzeitig frei sein können....wenn, ja wenn das alles in unseren Leben nicht mehr stattfindet, dann mache ich mir berechtigterweise Sorgen um uns, um unsere Kinder, um unsere Zukunft. Die Welt dreht sich manchmal schneller als mir lieb ist aber ich wünschte mir, das wir uns trotzdem alle in dieser hektischen Welt zur Stille kommen und uns besinnen, wie wichtig und wundervoll der gegenseitige Respekt untereinander ist. Weg mit dem Stolz und her mit der Einsicht, ja das wünsche ich mir, für euch und auch für mich. Das Leben ist ein fortlaufender Prozess und ich freue mich daran fürs Leben zu lernen , denn ich bin noch lange nicht angekommen. In dem Sinne -

3 Kommentare 14.1.16 00:03, kommentieren

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